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Ein Meer, neun Staaten – an die rund 400.000 km² Ostsee grenzen neben den deutschen Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern auch die drei skandinavischen Länder Dänemark, Schweden und Finnland, die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Polen und Russland. Das verspricht spannende Segel-Abenteuer vom Bottnischen Meerbusen an der Grenze zwischen Schweden und Finnland bis Sankt Petersburg im Osten.

Bequeme Anreise

Aber man muss gar nicht so weit in die Ferne schweifen. Um mit Segelyachten Ostsee und Hafenstädte zu erkunden, braucht es keine lange Anreise mit dem Flugzeug. Gerade Familien schätzen es, viel Gepäck im eigenen Auto von der Haustür direkt zum Bootsanleger transportieren zu können, ohne Abwiegen beim Check-in, ohne Hektik beim Umsteigen zwischen zwei Zügen. Kiel, Lübeck, die Inseln Fehmarn, Rügen und Usedom – um nur einige Beispiele zu nennen – sind bequem auf dem Landweg zu erreichen. In praktisch jedem Hafen kann man Yachten vom Einhandsegler bis zum Familienboot chartern. Bootsurlaub ist mit oder ohne Segelschein möglich. Wer den erforderlichen Sportbootküstenschifferschein nicht hat oder einfach seinen Urlaub ohne besondere Verantwortung genießen will, kann sich einem erfahrenen Skipper anvertrauen. In kleinen Gruppen lassen sich individuelle Wünsche unproblematisch abstimmen.

Einzigartiges Ökosystem

Die Ostsee mag als Binnenmeer von Land betrachtet harmlos wirken, hält aber für ambitionierte Segler Herausforderungen bereit. Strömungsverhältnisse sind trotz der kaum vorhandenen Unterschiede zwischen Ebbe und Flut oft schwer einzuschätzen. Bei einem Wetterumschwung kann aufgrund der geringen Wassertiefe der Seegang plötzlich zunehmen und die Crew mit kurzen, aber steilen Wellen überraschen. Wer auf solche seemännisch reizvollen Situationen keinen Wert legt, bleibt in Küstennähe und genießt die guten Windverhältnisse. Auf der Ostsee lernen Bootsurlauber nicht nur eines der attraktivsten Segelreviere der Welt kennen, sondern auch ein besonderes Ökosystem. Nur im westlichen Teil gibt es einen umfassenden Wasseraustausch mit dem Atlantik. Deshalb findet sich dort sauerstoffreiches Salzwasser, während wir in anderen Seegebieten – abhängig von der Tiefe – ein Brackwassermeer vorfinden. Diese empfindliche Mischung ist durch die Helsinki Convention geschützt. Meeresverschmutzung wird so weit wie möglich vermieden. Deshalb müssen zum Beispiel alle Yachten mit einem geschlossenen Fäkalientank ausgerüstet sein.

Highlights für Segler

Auch die Küsten und Inselwelten der Ostsee haben viel zu bieten. Allein Finnland zählt rund 80.000 bewohnte und unbewohnte Inseln. Haben Sie genug romantische Buchten gesehen, zieht es Sie vielleicht in die Großstädte Danzig, Riga, Stockholm oder Kopenhagen. Vielleicht können bald auch wieder Großveranstaltungen mit Bezug zum Segelsport stattfinden. Für Zeiten der Kieler oder Warnemünder Woche oder der Hanse Sail in Rostock empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung von Boot und Unterkunft an Land.

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Im Ostfriesennerz auf den Deich, mit der Wanderjacke in die herbstlichen Berge – mit der richtigen Funktionskleidung gibt es kein schlechtes Wetter. Das Angebot an Outdoorjacken ist vielfältig. Da geht der Überblick leicht verloren, und wer beim Kauf nicht aufpasst, hat am Ende Geld ausgegeben für ein für den Einsatzzweck ungeeignetes Teil. Die folgenden Tipps helfen, die zum jeweiligen Vorhaben passende Jacke zu finden.

Hardshell oder Softshell?

Der Friesennerz aus den 1970er Jahren hat ausgedient. Das gelbe Obermaterial – Kautschuk oder PVC – war zwar völlig wasserdicht, ließ aber auch keine Feuchtigkeit nach draußen, sodass der Träger nach kurzer Zeit „im eigenen Saft kochte“. Moderne Outdoorjacken sind zugleich wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv. Diese Kombination wird als Hardshell bezeichnet. Was wie eine Idealkombination klingt, wird durch eine gewisse Steifigkeit erkauft, die gegebenenfalls den Tragekomfort etwas mindert.

Wer schweres Wetter meidet, muss nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen: Sogenannte Softshell-Jacken sind nicht wasserdicht, aber immerhin wasserabweisend. Für die meisten Touren dürfte das ausreichen. Hinsichtlich der Winddichte können Softshell-Jacken mit der Hardshell-Variante mithalten, wenn sie über eine zusätzliche Membran als Windstopper verfügen.

Ansonsten hilft eine Jacke aus Fleece oder Kunstfaser. Sie kann je nach Wetter sowohl unter der Softshell- als auch unter der Hardshell-Bekleidung getragen werden. Dort sorgt das Material für Isolation und vermindert den Windchill-Effekt, also die gefühlt tiefere Temperatur durch Auskühlen.

Die technischen Daten

Produktbeschreibungen über die Eigenschaften von Outdoorjacken sind manchmal blumig formuliert, lassen sich aber anhand einiger Zahlen objektivieren:

Zahl der Lagen und Fadenstärke

Zweilagige Hardshell-Jacken sind weniger stabil als die dreilagige Variante, weil sich das lose Innenfutter an der Membran reiben kann. Mit einer beschädigten Membran verliert die Jacke ihre wetterfesten Eigenschaften. Achten Sie bei dreilagigen Jacken auf mindestens 40D Fadenstärke. Einen Kompromiss zwischen Haltbarkeit und Gewicht stellen 2,5-lagige Jacken dar. Sie sind mit einer zusätzlichen Schutzschicht versehen.

Über Wärmeisolation und Atmungsaktivität geben zwei Kennzahlen Auskunft:

Der RET-Wert (Resistance to Evaporating Heat Transfer) sollte für eine sehr gute Durchlässigkeit für Wasserdampf unter sechs liegen. Bis zwanzig gilt eine Jacke als atmungsaktiv. Die MVTR (Moisture Vapor Transmission Rate) gibt an, wieviel Dampf in 24 Stunden durch einen Quadratmeter der Membran dringen kann. Je größer der Wert, desto besser. Ab 10.000 ist die Jacke sehr atmungsaktiv.

Anprobieren unter realen Bedingungen

Denken Sie daran, beim Kauf einer Outdoor-Jacke für die Anprobe die Kleidung zu tragen, mit der Sie die Jacke tatsächlich verwenden werden – auch, wenn Sie die Jacke schon im Sommer kaufen, um von Rabatten zu profitieren. Funktionsunterwäsche ist ein wichtiger Bestandteil der richtigen Ausrüstung, und die bereits erwähnte isolierende Unterjacke kommt gegebenenfalls hinzu.

Aber wie soll die Jacke eigentlich sitzen – eng oder lieber etwas weiter geschnitten? Das kommt auf den Verwendungszweck an. Gehen Sie einem schweißtreibenden Outdoor-Sport nach, ist der Feuchtigkeitstransport nach außen am wichtigsten. Der funktioniert nur, wenn der Wasserdampf zwischen Haut und äußerster Schicht auf möglichst wenig Widerstand trifft. Deshalb muss die Jacke eng anliegen. Steht dagegen die Isolation gegen Kälte im Vordergrund, achten Sie auf Luftschichten zwischen den einzelnen Layern. Luft isoliert am besten, während zusammengepresstes Füllmaterial zur Kältebrücke wird.

Weitere Randbedingungen zur Passform ergeben sich zum Beispiel aus der notwendigen Bewegungsfreiheit, wenn Sie die Jacke beim Klettern benutzen, aus der Eignung bzw. Verstärkung des Materials für die Gurte eines schweren Tourenrucksacks sowie aus der Länge, die bei Kletterjacken so bemessen sein sollte, dass der Klettergurt problemlos darüber getragen werden kann.

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Wetter, bei dem man keinen Hund vor die Türe jagt, kennen wir aus allen Jahreszeiten. Die Hundstage im Sommer haben ihren Namen aber vom Sternbild Großer Hund, das im antiken Griechenland an den heißesten Tagen des Jahres den Nachthimmel beherrschte. Bei schwülwarmer Luft mit Temperaturen jenseits der 30 °C raten Mediziner vom Sport im Freien ab. Aber eine vollständige Unterbrechung des Trainings ist auch nicht gesund. Mit den richtigen Tipps zum Trainieren im Sommer finden Sie eine passende Lösung. Übrigens: Ein angemessen reduziertes Trainingsprogramm ist keine Schande.

Trinken, trinken, trinken

Wussten Sie, dass Ihre Leistungsfähigkeit bereits ab einem Flüssigkeitsdefizit von nur 2 % des Körpergewichts leidet? Beginnen Sie nicht erst beim Training mit dem Trinken, sondern etwa zwei Stunden davor mit einem halben Liter Wasser. Sorgen Sie dafür, während der Trainingszeit jede Viertelstunde mindestens einen Schluck ergänzen zu können. Alkohol ist selbstverständlich tabu. Der Verlust an Mineralien durch Schwitzen lässt sich durch viel Obst und Gemüse ausgleichen. Ein Stück Melone aus dem Kühlschrank erfrischt, auf die Schnelle geht auch ein Smoothie.

Der richtige Ort

Wählen Sie für das Joggen eine schattige Strecke im Wald. Krafttraining ist im Sommer eine gute Idee, weil Sie beim Trainingsort recht flexibel sind. Ein schattiges, vielleicht sogar klimatisiertes Studio ist perfekt für heiße Tage. Allerdings darf die Temperaturdifferenz zwischen drinnen und draußen nicht zu hoch sein, sonst kann es Kreislaufprobleme beim Verlassen des Studios geben. Mit passendem Equipment wie Fitnessbändern oder Hanteln lässt sich das Krafttraining auch an einen schattigen Platz im Park oder Garten verlegen.

Die passende Zeit

Mittags ist es am wärmsten? Falsch. Wegen der Sommerzeit wird der Höchststand der Sonne bei uns erst nach Mittag erreicht. Im äußersten Westen Deutschlands, zum Beispiel in Aachen, erst um 13:40 Uhr. Und da die Luft sich erst nach und nach erwärmt, ist die heißeste Zeit am späten Nachmittag. Wenn es zu Ihrem Tagesablauf passt, ist Sport am frühen Morgen empfehlenswert, wenn sich die Kühle der Nacht noch hält und der Körper ausgeruht ist. Alternativ geht der späte Abend, dann ist es auch im Fitnessstudio nicht mehr so voll.

Angepasste Kleidung

Bilder aus den arabischen Wüstenstaaten zeigen Menschen im langen Gewand, dem Thawb. Ist das nicht viel zu warm? Wichtig für die Temperaturregulierung ist, dass die Kleidung luftig ist, also nicht eng am Körper anliegt. Ob weiß oder schwarz spielt eine untergeordnete Rolle. Daran können wir uns für unsere Sportbekleidung ein Beispiel nehmen. Das Bedecken der Haut schützt vor UV-Strahlung und Insektenstichen. Allerdings ist der lockere Sitz nicht für jeden Sport geeignet, weil es zu Reibung und Scheuerstellen kommen kann. Dann ist luftdurchlässige Kompressionskleidung die bessere Wahl. Das Material sollte atmungsaktiv sein und Feuchtigkeit der Haut nach außen ableiten.

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Grillen ist unverzichtbarer Bestandteil jedes Sommerfestes, findet aber mittlerweile auch ganzjährig immer mehr Freunde. Angrillen am Neujahrstag? Warum nicht, wenn das Wetter mitspielt. Aber welcher Grill ist der richtige? Unzählige Varianten werben um die Gunst der Grillmeister. Die optimale Lösung hängt von Budget und Einsatzzweck ab.

Marktführer Holzkohle

85 % der Deutschen grillen klassisch über Holzkohle. Einen Kohlegrill gibt es bereits für wenig Geld. Wenn genügend Fläche im Garten oder auf der Terrasse zur Verfügung steht, ist er eine gute Lösung. Für den Balkon ist der dagegen nicht geeignet und in Mietwohnungen oft auch verboten, erstens wegen der Brandgefahr, zweitens weil die Nachbarn durch Rauch und Ruß belästigt werden könnten. Allerdings will der Umgang mit einem Holzkohlegrill gelernt sein. Das Brennmaterial muss richtig geschichtet sein, um rasch die richtige Betriebstemperatur zu erreichen und dabei auch noch unterschiedliche Temperaturzonen zu erhalten. Auch das Anzünden ist nicht trivial. Hierzu gibt es verschiedene Techniken und Hilfsmittel. Zwanzig bis dreißig Minuten dauert es auf jeden Fall, bis die Kohle durchgeglüht ist und das Grillgut aufgelegt werden kann. Die Belohnung für die Mühen mit der Holzkohle ist der typische Geschmack, der durch den Rauch entsteht.

Der Gasgrill – bequem und sicher

Ein Gasgrill ist in der Anschaffung teurer als ein Holzkohlegrill. Der Preisunterschied relativiert sich aber, wenn man die Brennstoffkosten einrechnet. Ein typischer Gasgrill verbraucht etwa 150 Gramm Gas pro Brenner und Stunde, wenn er mit voller Leistung arbeitet. Mit einer kleinen Gasflasche (fünf Kilogramm) betreiben Sie also zwei Brenner knapp 17 Stunden lang bei Volllast. In der Praxis erreichen Sie aber deutlich längere Laufzeiten – acht bis zehn Abende sollten drin sein. Die Kosten für die Gasfüllung (ohne Flaschenpfand) bewegen sich um 1,- Euro pro Abend. Der Kauf einer Flasche mit acht oder elf Kilogramm lohnt nur für große Grills. Größere Flaschen sind schwer und schränken damit die Mobilität ein. Seine Vorteile spielt der Gasgrill vor allem in der leichten Bedienung aus. Zwar sind die Grillzonen durch die Anordnung der Brenner vordefiniert und damit nicht so flexibel wie beim individuellen Aufschichten von Kohle. Dafür lässt sich das Gas aber mit einem elektrischen Funken sicher entzünden und die Flamme durch einen Drehknopf jederzeit schnell regulieren. Nach ein paar Minuten ist der Grill auf Temperatur und bereit für das Grillgut. Rauch und damit auch Ärger mit den Nachbarn gehen gegen null, dafür fehlt aber die rauchige Geschmacksnote.

Elektrisch grillen auf dem Balkon

Elektrogrills sind ebenso einfach zu bedienen wie Gasgrills, allerdings sind sie für den Außenbereich eher ein Notbehelf, wenn andere Grills nicht erlaubt sind. Bei einsetzendem Regen sollten sie sofort vom Strom getrennt werden. Achten Sie beim Kauf auf mindestens 1.000 Watt Leistung. Einige Elektrogeräte können Holzkohle-Aroma per Infusor künstlich erzeugen.

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Durchrostung – bei diesem TÜV-Urteil ist das Leben eines Autos oft zu Ende, die letzte Fahrt führt auf den Schrottplatz. Wetter und sonstige Umwelteinflüsse beeinträchtigen die Haltbarkeit praktisch aller Sachen, die sich im Freien befinden. Korrosion ist der Oberbegriff, der heute meist nicht mehr nur für metallische Oberflächen verwendet wird. Auch andere Baustoffe wie Plastik oder Glas korrodieren. Gänzlich verhindern lässt sich das nicht. Moderne Methoden des Korrosionsschutzes können den Prozess aber so weit hinauszögern, dass während der normalen Lebensdauer eines Produkts Korrosionsschäden keine Rolle mehr spielen. So können es sich Fahrzeughersteller beispielsweise erlauben, eine Garantie über dreißig Jahre gegen Durchrostung zu gewähren.

Aktiver und passiver Korrosionsschutz

Während für bestimmte Anwendungen, zum Beispiel Erdöl-Pipelines, ein aktiver Korrosionsschutz mittels elektrischen Stroms und elektrochemischer Vorgänge möglich ist, funktionieren die meisten Schutzsysteme passiv. Ein simpler baulicher Korrosionsschutz ist das Vermeiden von Löchern, Spalten oder Mulden, in denen sich Wasser sammeln kann. Auch eine Überdachung ist sehr hilfreich – denken Sie etwa an einen Carport als Abstellplatz für das Auto. Im Vordergrund der Bemühungen stehen aber Beschichtungen bzw. Überzüge, die den darunter liegenden Werkstoff möglichst gut von korrosiven Einflüssen abschirmen. Hier kommen Kunststoffe, Kunstharze, Lacke, Gummi und vieles mehr in Betracht.

Schutzklassen nach DIN EN ISO 12944

Die notwendige Stärke des Korrosionsschutzes ist in einer europäischen Norm festgelegt. Die DIN EN ISO 12944 stellt einerseits auf die Dauer des Korrosionsschutzes (ab zwei Jahre bis über 15 Jahre), andererseits auf die Korrosivität ab. Hierfür definiert sie fünf Klassen von C1 bis C5 abhängig von den Umweltbedingungen. C1 steht für Innenräume gedämmter Gebäude mit geringer Luftfeuchtigkeit. C2 bis C4 bezeichnen gering bis stark belastete atmosphärische Bedingungen. Bei C5 wird unterschieden zwischen industriellen (C5-I) und maritimen (C5-M) Bedingungen. Eine Korrosionsschutzschicht, die bei hoher Salzbelastung durch Meerwasser 15 Jahre halten soll, muss beispielsweise 320 Mikrometer dick sein. Erstaunlich wenig – 320 Mikrometer sind nur 0,32 Millimeter. Das zeigt, wie gut heutiger Korrosionsschutz funktioniert.

Auch kleinste Angriffspunkte vermeiden

Wichtig ist, dass der Korrosionsschutz lückenlos erfolgt. Je leichter er aufzubringen ist, desto besser. Darauf sollte der Anwender bei der Auswahl geeigneter Produkte achten. Der flüssige Korrosionsschutz Protegol von Tib-Chemicals ist beispielsweise in einer Schicht ohne Grundierung einsetzbar, was mögliche Fehlerquellen reduziert. Im industriellen Umfeld wird Korrosionsschutz durch stationäre Maschinen aufgetragen, etwa beim Umhüllen von Stahlskeletten oder der Innenauskleidung von Tanks. Für den Außeneinsatz gibt es entsprechende mobile Werkzeuge. Um kleine Flächen zu behandeln und jeden Winkel zu erreichen, ist es sinnvoll, zur klassischen Spritzpistole mit Kartusche, zur Malerrolle oder zum Pinsel zu greifen.

Die rund vier Millionen Angelfreunde in Deutschland sind eine Gemeinschaft, die ihr Hobby liebt – die Nähe zur Natur, die Ruhe, unterbrochen von kurzem Stress, wenn ein Fisch anbeißt, und nicht zuletzt ein Sport, der Menschen ganz unterschiedlichen Alters zusammenbringt. Sie möchten Angeln einmal probieren? Mit der richtigen Grundausstattung brauchen Sie es nicht zu übertreiben. Ausbauen lässt sich die Ausrüstung später immer noch. Einige Sachen dürfen aber nicht fehlen, damit das erste Angeln auch Freude macht.

Die richtige Kleidung

Richtig, Angeln findet am Wasser statt! Da sind Gummistiefel (Watstiefel) und eine Wathose in vielen Fällen unverzichtbar, wenn Sie nicht auf einem befestigten Deich oder dergleichen stehen und diesen auch nicht in Richtung Nass verlassen müssen. Was Sie sonst noch zum Angeln brauchen, hängt von Ort und Jahreszeit ab. Im Sommer können Sie prima ohne dicke Jacke, Handschuhe und beheizbare Einlegsohlen auskommen. Vielleicht starten Sie ihr Hobby bei angenehmen Temperaturen. Schon im Frühjahr und Herbst kann es zu den Tagesrandzeiten empfindlich kalt werden, vor allem, wenn Sie still am Wasser sitzen.

Universalausrüstung ist für den Anfang ausreichend

Zur Angel-Grundausstattung gehört eine Teleskop- oder Steckrute. Die Teleskoprute wird einfach auseinandergeschoben wie die Beine eines Fotostativs. Sie hat ein kleines Packmaß und ist deswegen leicht zu transportieren, auch im Urlaubsgepäck. Allerdings besitzt sie im Vergleich zur Steckrute weniger Schnurringe, was die Angelschnur mehr belastet. Steckruten werden aus zwei oder drei Teilen zusammengesetzt, insgesamt kommt man damit auf eine Länge von etwa 2,70 bis 2,90 Meter. Steckruten haben nicht nur mehr Schnurringe, sondern in der Regel auch einen kleineren Durchmesser als Teleskopruten und sind deshalb leichter zu benutzen. Die Angelrolle, über die Schnur freigegeben oder eingeholt wird, sollte über eine Bremse verfügen, die mittels Drehknopf bedient wird (Stationärrolle). Sie sollte zudem mindestens vier Kugellager von guter Qualität besitzen. Monofile Angelschnüre bestehen aus nur einem Faden, nehmen wenig Feuchtigkeit auf und sind im Wasser für den Fisch kaum zu sehen. Sie sind unter normalen Bedingungen relativ reißfest auch bei tiefen Temperaturen und plötzlichen Bewegungen des Fischs. Obwohl man mit der Rute etwas mehr führen muss, sind sie für stehende Gewässer eine gute Wahl. Geflochtene Schnüre sind dagegen für fließende Gewässer und Meeresangeln empfehlenswert. Sie dehnen sich zudem nicht so stark wie monofile Schnüre, sodass die Bewegungen der Rute viel direkter auf den Fisch übertragen werden. Zur Grundausstattung gehören weiterhin geeignete Kunst- oder Lebendköder, Bleigewichte (empfehlenswert 10 bis 60 g je nach Rute), Fischtöter und Hakenlöser sowie eine Kühlbox mit Eis für Aufbewahrung und Transport des Fischs.

Bild: Pexels / Robson Hatsukami Morgan