Brennball verbindet Werfen, Fangen und Laufen. Zwei Mannschaften wechseln sich dabei ab: Eine Mannschaft wirft den Ball und läuft anschließend über mehrere Matten oder Markierungen. Die andere Mannschaft sammelt den Ball ein und bringt ihn möglichst schnell zum Brennmal zurück. Wer beim Brennen zwischen zwei sicheren Stationen steht, muss je nach vereinbarter Regel zurück oder scheidet aus.
Ein bundesweit einheitliches Brennball-Regelwerk gibt es nicht. Schulen, Vereine und Veranstalter nutzen unterschiedliche Varianten. Die folgende Grundform eignet sich für den Sportunterricht, Kindergruppen und Freizeitrunden, weil sie wenig Material benötigt und schnell erklärt ist.
Brennball-Regeln im Überblick
Für eine einfache Spielrunde gelten diese Regeln:
- Zwei ungefähr gleich große Mannschaften spielen gegeneinander.
- Eine Mannschaft bildet die Lauf- und Wurfmannschaft, die andere die Feldmannschaft.
- Der Werfer bringt den Ball mit einem Wurf ins Spielfeld.
- Danach läuft er über festgelegte Freimale, zum Beispiel Matten oder Reifen.
- Auf einem Freimal ist der Läufer sicher und darf auf den nächsten Wurf warten.
- Die Feldmannschaft nimmt den Ball auf und bringt ihn zum Brennmal.
- Wird der Ball im Brennmal abgelegt, bleiben die Läufer stehen.
- Wer zu diesem Zeitpunkt zwischen zwei Freimalen steht, gilt als verbrannt.
- Wer alle Stationen erreicht und zum Ziel zurückläuft, erzielt einen Punkt.
- Nach einer festgelegten Spielzeit wechseln die Mannschaften ihre Rollen.
Vor dem Beginn sollte die Spielleitung festlegen, was beim Brennen mit einem Läufer geschieht. Für Kinder ist diese einfache Regel gut verständlich: Wer zwischen zwei Matten steht, kehrt zur letzten sicheren Matte zurück. Wer noch keine Matte erreicht hat, stellt sich wieder an den Start.
Das brauchen Sie für Brennball
Die Grundform lässt sich mit wenigen Geräten aufbauen:
- ein weicher Ball, zum Beispiel ein Softball, Volleyball oder Gymnastikball,
- drei oder vier Matten, Reifen oder andere gut sichtbare Freimale,
- ein Reifen, eine Kiste oder eine kleine Matte als Brennmal,
- Hütchen oder Linien zur Begrenzung des Spielfelds,
- eine Stoppuhr,
- eine einfache Punkteliste.
Für jüngere Kinder eignet sich ein großer, weicher Ball. Er lässt sich leichter fangen und verringert das Verletzungsrisiko. Kleine Tennisbälle und harte Bälle passen eher zu fortgeschrittenen Gruppen oder zu Varianten mit Schläger.
Spielfeld und Aufstellung
Brennball braucht kein genormtes Spielfeld. Die Größe richtet sich nach dem Alter, der Gruppengröße und dem verfügbaren Platz.
Als Orientierung eignen sich:
- Für jüngere Kinder oder eine kleine Halle: etwa 10 bis 15 Meter Laufstrecke,
- etwa 15 bis 20 Meter für eine normale Sporthalle,
- etwa 20 bis 25 Meter für ältere Kinder auf einem Außenfeld.
Ein Volleyballfeld mit ungefähr 9 x 18 Metern bietet einen guten Ausgangspunkt. Für eine größere Gruppe kann das Feld größer ausfallen. Entscheidend ist, dass die Läufer ausreichend Platz zum Abbremsen haben und die Matten sicher erreichen können.
Aufbau
- Markieren Sie eine Start- und Ziellinie.
- Legen Sie drei oder vier Matten in gleichmäßigen Abständen am Feldrand aus.
- Die Matten bilden die Laufstationen und müssen in einer festgelegten Reihenfolge angelaufen werden.
- Stellen Sie das Brennmal nahe der Start- und Ziellinie auf.
- Kennzeichnen Sie den Bereich, aus dem die Spieler werfen.
- Verteilen Sie die Feldspieler im Innenfeld.
Die Matten sollten nicht verrutschen. In der Halle helfen rutschfeste Unterlagen oder flache Markierungen. Zwischen Wurfbereich und Laufweg bleibt genügend Abstand, damit kein Spieler in einen Wurf hineinläuft.
So läuft eine Spielrunde ab
1. Mannschaften bilden
Teilen Sie die Gruppe in zwei ungefähr gleich große Mannschaften. Team A beginnt als Lauf- und Wurfmannschaft. Team B übernimmt die Feldpositionen.
Bei großen Gruppen sollten sich die Spieler der Laufmannschaft hinter der Startlinie aufstellen. So erkennt jeder, wer als Nächstes an der Reihe ist.
2. Der erste Spieler wirft
Der erste Werfer stellt sich an die Startposition und wirft den Ball in das Spielfeld. Der Wurf sollte in einen freien Bereich gehen. Würfe auf andere Personen sind nicht erlaubt.
Sobald der Ball die Hand verlassen hat, läuft der Werfer zur ersten Matte. Er entscheidet selbst, ob er dort stehen bleibt oder zur nächsten Station weiterläuft.
3. Die Feldmannschaft bringt den Ball zum Brennmal
Die Feldspieler laufen zum Ball, nehmen ihn auf und passen ihn sich zu. Für eine übersichtliche Grundform gilt:
Die Feldmannschaft darf den Ball passen, aber nicht mit dem Ball in der Hand laufen.
Der Ball wird anschließend zum Brennmal gespielt. Je nach Aufbau wird er in einen Reifen oder eine Kiste gelegt oder auf eine Matte geprellt. Sobald der Ball das Brennmal erreicht, ist der Brennvorgang abgeschlossen.
4. Läufer sichern ihre Position
Steht der Läufer auf einer Matte, ist er sicher. Er darf dort auf den nächsten Wurf warten und seine Laufstrecke fortsetzen, sobald der nächste Spieler den Ball geworfen hat.
Befindet sich der Läufer zwischen zwei Matten, muss er beim Brennen stehen bleiben. In der empfohlenen Grundform kehrt er zur letzten erreichten Matte zurück. Hat er noch keine Matte erreicht, geht er an die Startlinie zurück.
5. Der nächste Werfer startet
Nach dem Brennen oder sobald die Feldmannschaft den Ball kontrolliert zum Brennmal gebracht hat, wirft der nächste Spieler. Mehrere Läufer können sich gleichzeitig auf dem Feld befinden. Für Anfänger ist es jedoch einfacher, zunächst mit einem Läufer zu starten.
Die Spielleitung achtet darauf, dass die Läufer die Matten in der richtigen Reihenfolge anlaufen und sich nicht gegenseitig behindern.
Was bedeutet „verbrannt“?
„Verbrannt“ bezeichnet den Moment, in dem die Feldmannschaft den Ball zum Brennmal gebracht hat, während ein Läufer keine sichere Station erreicht hat.
Die Folgen sind in Brennballvarianten unterschiedlich. Üblich sind diese Regelungen:
- Der Läufer kehrt zur letzten sicheren Matte zurück.
- Der Läufer kehrt zum Start zurück.
- Der Läufer scheidet für diesen Durchgang aus.
- Die Mannschaft verliert den möglichen Laufpunkt.
Für Schule und Freizeit ist die Rückkehr zur letzten sicheren Matte meist die fairste Lösung. Dadurch bleibt der Spieler im Spiel und erhält beim nächsten Wurf eine neue Gelegenheit.
Eine strenge Turniervariante kann das Ausscheiden vorsehen. Diese Regel erhöht den Wettbewerbsdruck, verlängert aber häufig die Wartezeiten. Die Spielleitung sollte die Konsequenz vor dem ersten Wurf klar erklären.
Punkte und Wertung
Auch die Punktevergabe ist nicht überall gleich. Für eine einfache Runde empfiehlt sich folgende Wertung:
- Ein Punkt: Der Läufer erreicht die Start- und Ziellinie nach mehreren Teilstrecken.
- Zwei Punkte: Der Läufer umrundet das Feld nach seinem Wurf ohne Unterbrechung. Dieser vollständige Lauf heißt Home-Run.
- Kein Punkt: Der Läufer wird gebrannt, bevor er das Ziel erreicht.
Die Mannschaft erhält den Punkt, sobald der Läufer das Ziel sicher überquert hat. Ein Läufer auf einer Matte erzielt noch keinen Punkt.
Andere Regelwerke vergeben zusätzliche Punkte für einen direkt gefangenen Ball. Diese Ergänzung lohnt sich vor allem bei älteren oder geübten Gruppen. Für jüngere Kinder genügt eine Wertung, die sich auf die Laufleistung konzentriert.
Beispiel für die Zählung
Ein Kind wirft den Ball und erreicht zunächst die erste Matte. Nach dem nächsten Wurf läuft es zur zweiten Matte und später zur dritten. Beim folgenden Wurf erreicht es das Ziel. Die Mannschaft erhält einen Punkt.
Ein anderes Kind wirft weit und läuft ohne Halt über alle Matten bis zur Ziellinie. Dafür erhält die Mannschaft in der empfohlenen Grundform zwei Punkte.
Die Höhe der Home-Run-Wertung sollte bei einem Turnier in der Ausschreibung stehen. Je nach Regelwerk werden dafür zwei, drei, vier oder mehr Punkte vergeben.
Wann wechseln die Mannschaften?
Für Kinder und den Unterricht ist ein Wechsel nach Zeit besonders übersichtlich. Bewährt haben sich:
- kurze Unterrichtsphase: fünf bis sieben Minuten pro Mannschaft,
- acht bis zehn Minuten pro Mannschaft für eine normale Spielrunde,
- zwei Spielhälften von jeweils fünf bis sieben Minuten bei einem Turnier.
Alternativ kann die Spielleitung nach einer bestimmten Zahl von Würfen oder nach mehreren verbrannten Läufern wechseln. Bei großen Gruppen führt ein Zeitwechsel jedoch zu einer gleichmäßigeren Spielbeteiligung.
Nach dem Wechsel übernimmt die bisherige Feldmannschaft das Werfen und Laufen. Die bisherige Laufmannschaft verteilt sich im Feld. Gewonnen hat am Ende die Mannschaft mit den meisten Punkten.
Praktisches Beispiel für eine komplette Runde
Für 20 Kinder eignet sich folgende Einteilung:
- zwei Mannschaften mit jeweils zehn Spielern,
- vier Matten als Freimale,
- ein Reifen als Brennmal,
- ein weicher Ball,
- sechs Minuten Spielzeit pro Mannschaft,
- ein Punkt: vollständiger Lauf mit Unterbrechungen,
- zwei Punkte für einen Home-Run.
Der Ablauf sieht so aus:
- Mannschaft A stellt sich hinter der Startlinie auf.
- Mannschaft B verteilt sich im Spielfeld.
- Der erste Spieler von Mannschaft A wirft den Ball.
- Der Spieler läuft zur ersten Matte oder weiter zur nächsten Station.
- Mannschaft B nimmt den Ball auf und passt ihn zum Reifen.
- Sobald der Ball im Reifen liegt, bleiben die Läufer stehen.
- Läufer zwischen zwei Matten kehren zur letzten sicheren Matte zurück.
- Der nächste Spieler von Mannschaft A wirft den Ball.
- Nach sechs Minuten wird der Punktestand notiert.
- Die Mannschaften tauschen ihre Rollen.
- Nach der zweiten Runde werden die Ergebnisse verglichen.
Diese Grundform enthält nur wenige Sonderregeln und eignet sich deshalb für eine erste Partie. Wenn die Gruppe den Ablauf sicher beherrscht, lassen sich zusätzliche Wertungen oder mehrere gleichzeitige Läufer einführen.
Brennball-Varianten für Schule und Freizeit
Ohne Matten
Statt Matten können Reifen, Hütchen, Fahnen oder Linien als Freimale dienen. Die Markierungen müssen deutlich sichtbar sein und genügend Platz zum Stehen bieten.
Mit mehreren Läufern
Bei großen Gruppen starten mehrere Werfer nacheinander oder gleichzeitig. Das reduziert Wartezeiten. Die Spielleitung sollte dann besonders darauf achten, dass die Laufwege frei bleiben und die Kinder sich nicht gegenseitig behindern.
Mit einem Partner
Ein unsicherer Läufer kann gemeinsam mit einem Partner starten. Beide entscheiden zusammen, wann sie zur nächsten Station laufen. Diese Variante erleichtert den Einstieg und stärkt die Zusammenarbeit.
Mit Zusatzpunkten für die Feldmannschaft
Ein direkt gefangener Ball kann einen Punkt für die Feldmannschaft bringen. Diese Regel belohnt gutes Fangen und verhindert, dass sich die Feldspieler ausschließlich auf das Brennmal konzentrieren.
Mit Schläger
In verwandten Formen wird der Ball nicht geworfen, sondern mit einem Schläger ins Feld geschlagen. Diese Variante ähnelt dem schwedischen Brännboll. Sie benötigt einen geeigneten Schläger, einen passenden Ball und eine klar abgegrenzte Schlagzone.
Für Kindergruppen ist die Wurfvariante meist leichter und sicherer. Wenn ein Schläger zum Einsatz kommt, darf sich während des Schlags niemand im Schlagbereich aufhalten.
Mit besonderen Brennaktionen
Das Brennmal kann unterschiedlich gestaltet werden. Die Feldmannschaft kann den Ball beispielsweise:
- in einen Reifen legen,
- in eine Kiste werfen,
- auf eine Matte prellen,
- zu einem festgelegten Brenner passen.
Eine besondere Brennaktion, etwa das Durchrollen des Balls durch eine Reihe von Feldspielern, eignet sich eher für eine vorher festgelegte Turniervariante. Die Spielleitung sollte sie vor dem Start vorführen.
Sicherheitsregeln und Fairplay
Brennball funktioniert nur, wenn Wurf- und Laufbereich frei bleiben. Diese Regeln sollten für jede Gruppe gelten:
- Werfer zielen ausschließlich in freie Räume und niemals auf Personen.
- Die Feldspieler halten Abstand zur Wurfzone.
- Niemand stellt sich absichtlich in den Laufweg eines anderen Spielers.
- Die Matten liegen rutschfest und flach.
- Die Läufer bremsen kontrolliert und springen nicht auf andere Personen zu.
- Die Feldspieler werfen den Ball nicht in Richtung eines Läufers.
- Ein Spieler darf den Ball nicht mit Gewalt aus der Hand eines anderen Spielers nehmen.
- Bei Streit entscheidet die Spielleitung ruhig und einheitlich.
- Ein harter oder beschädigter Ball wird sofort ausgetauscht.
Bei wenig Platz sollten die Laufstrecken kürzer ausfallen. Ein weicher Ball und größere Matten erleichtern außerdem das sichere Fangen und Stoppen.
Brennball an Alter und Gruppe anpassen
Brennball lässt sich leicht differenzieren. Die Spielleitung sollte die Regeln an die Fähigkeiten der Gruppe anpassen, statt für alle Altersstufen dieselben Anforderungen zu verwenden.
Für jüngere Kinder
- große, weiche Bälle einsetzen,
- kurze Laufwege wählen,
- größere Matten auslegen,
- die Rückkehr zur letzten Matte statt Ausscheiden festlegen,
- zunächst nur einen Läufer gleichzeitig starten lassen,
- auf Fangpunkte verzichten.
Die wichtigste Grundregel lautet: Auf der Matte ist der Läufer sicher.
Für ältere oder geübte Spieler
- kleinere Wurfgeräte verwenden,
- längere Laufwege markieren,
- mehrere Läufer gleichzeitig zulassen,
- direkt gefangene Bälle mit einem Punkt belohnen,
- einen Home-Run höher werten,
- den Ball nur durch Passen zum Brennmal bringen lassen.
Für heterogene Gruppen
Folgende Anpassungen erleichtern die Teilnahme:
- zusätzliche oder größere Freimale,
- verkürzte Laufstrecken,
- gemeinsames Laufen zu zweit,
- unterschiedliche Bälle für verschiedene Spieler,
- alternative Fortbewegung: Gehen oder Rollen,
- Punkte für sichere Pässe und gute Zusammenarbeit,
- kleine Gruppen mit häufigen Rollenwechseln.
Brennball bietet dafür gute Möglichkeiten, weil Werfen, Laufen, Fangen und taktische Entscheidungen unterschiedliche Fähigkeiten ansprechen. Eine faire Runde entsteht jedoch erst, wenn Material, Tempo, Raum und Regeln zur konkreten Gruppe passen.
Ist Brennball dasselbe wie Baseball?
Brennball und Baseball nutzen ähnliche Grundideen: Ein Ball wird ins Feld gebracht, anschließend läuft ein Spieler über mehrere Stationen, während die gegnerische Mannschaft den Ball zurückspielt.
Die Spiele unterscheiden sich dennoch deutlich:
- Brennball wird in der deutschen Grundform geworfen, Baseball mit einem Schläger begonnen.
- Brennball nutzt Matten, Reifen oder andere Freimale.
- Baseball hat ein festgelegtes Regelwerk mit Bases, Schläger, Läufern und mehreren Spielsituationen.
- Brennball lässt sich leichter an Alter, Gruppengröße und Hallengröße anpassen.
Brennball ist deshalb besonders für Schul- und Freizeitgruppen geeignet, die ein einfaches Lauf- und Wurfspiel mit wenig Material suchen.
Häufige Fragen zu Brennball
Wie viele Spieler braucht man?
Brennball funktioniert ab etwa sechs Personen, wenn beide Mannschaften mindestens drei Spieler haben. Größere Gruppen werden in zwei ungefähr gleich große Mannschaften geteilt. Bei sehr vielen Kindern helfen mehrere kleine Spielfelder oder häufige Rollenwechsel.
Wie viele Matten braucht man?
Drei oder vier Matten reichen für die Grundform. Reifen, Hütchen, Fahnen oder markierte Linien können die Matten ersetzen. Die Stationen müssen eindeutig erkennbar sein.
Darf man beim Brennball mit dem Ball laufen?
In der empfohlenen Grundform läuft die Feldmannschaft nicht mit dem Ball. Die Spieler passen ihn sich zu und bringen ihn so zum Brennmal. Für einzelne Varianten kann die Spielleitung eine andere Regel festlegen.
Wann bekommt die Mannschaft einen Punkt?
Ein Punkt entsteht, wenn ein Läufer alle Stationen absolviert und die Start- und Ziellinie erreicht. Die konkrete Wertung für einen vollständigen Umlauf ohne Halt legt die Spielleitung vor Beginn fest.
Was passiert mit einem verbrannten Läufer?
Das hängt von der Variante ab. Für Schule und Freizeit kehrt der Läufer am besten zur letzten sicheren Matte zurück. In strengeren Turnierrunden kann er für den laufenden Durchgang ausscheiden.
Wie groß muss das Spielfeld sein?
Es gibt keine allgemein verbindliche Größe. Für jüngere Kinder genügen etwa 10 bis 15 Meter Laufstrecke. Eine normale Sporthalle bietet mit etwa 15 bis 20 Metern einen passenden Rahmen. Ein Volleyballfeld ist ein guter Ausgangspunkt.
Wie lange dauert ein Brennballspiel?
Eine kurze Runde dauert fünf bis sieben Minuten pro Mannschaft. Für eine normale Sportstunde eignen sich acht bis zehn Minuten pro Mannschaft. Bei einem Turnier gelten die jeweiligen Veranstaltungsregeln.
Kurze Regelkarte für die Spielleitung
Aufbau: Drei oder vier Freimale am Spielfeldrand, ein Brennmal an der Startlinie.
Start: Ein Werfer wirft den weichen Ball ins Feld und läuft los.
Laufen: Matten werden in der vereinbarten Reihenfolge angelaufen. Auf einer Matte ist der Läufer sicher.
Feldmannschaft: Sie nimmt den Ball auf, passt ihn zum Brennmal und läuft dabei nicht mit dem Ball.
Brennen: Erreicht der Ball das Brennmal, bleiben die Läufer stehen. Wer zwischen zwei Matten steht, kehrt zur letzten sicheren Matte zurück.
Wertung: Ein Punkt für einen vollständigen Lauf mit Unterbrechungen, zwei Punkte für einen Home-Run.
Wechsel: Nach der vereinbarten Zeit tauschen die Mannschaften ihre Rollen.
Sicherheit: Keine Würfe auf Personen, freie Laufwege und rutschfeste Matten.
Diese Grundform lässt sich in wenigen Minuten erklären und an nahezu jede Gruppe anpassen. Entscheidend ist, dass die Spielleitung Brennmal, Freimale, Punktwertung, Brennregel und Spieldauer vor dem ersten Wurf eindeutig festlegt.