Wählen Sie einen passenden See, klären Sie die nötigen Erlaubnisse und entscheiden Sie sich für eine einfache Angelmethode. Prüfen Sie die Vorschriften, bevor Sie Ausrüstung kaufen oder losfahren: Sie unterscheiden sich in Deutschland je nach Bundesland und Gewässer.
Nehmen Sie nur die Ausrüstung für Ihre Methode mit. Nutzen Sie den ersten Ausflug, um den Umgang mit der Angel zu üben – auch wenn kein Fisch anbeißt.
Angelregeln vor der ersten Tour klären
Prüfen Sie zuerst, welche Voraussetzungen in Ihrem Bundesland gelten. Je nach Landesrecht brauchen Sie einen Fischereischein oder müssen unter eine anerkannte Ausnahme fallen. Für viele Seen brauchen Sie außerdem die Erlaubnis der Person oder Stelle, die das Fischereirecht am See besitzt oder gepachtet hat. Häufig bekommen Sie diese Erlaubnis als Tageskarte.
Lesen Sie die Gewässerordnung und die Bedingungen der Erlaubnis. Dort stehen zum Beispiel erlaubte Angelzeiten, zugelassene Methoden und Vorschriften für bestimmte Fischarten. Fragen Sie bei Unklarheiten die Stelle, bei der Sie die Erlaubnis bekommen, oder die zuständige Behörde. Eine Regel aus einem anderen Bundesland gilt nicht automatisch auch an Ihrem See.
Einen passenden See wählen
Suchen Sie für den ersten Ausflug einen gut erreichbaren Platz, an dem Sie legal angeln dürfen und genug Raum für die geplante Methode haben. Klären Sie vorab, wo Sie parken und ans Ufer gelangen können. Fragen Sie auch nach, welche Fischarten im See vorkommen und welche Methoden dort erlaubt sind.
Wählen Sie eine Methode, die Sie am Wasser in Ruhe ausprobieren können, und richten Sie die Ausrüstung danach aus. Für die erste Tour reicht ein überschaubares Ziel, etwa die Angel aufzubauen und einige kontrollierte Würfe zu üben. Prüfen Sie vor der Abfahrt die örtliche Wettervorhersage und Warnungen.
Mit wenig Gerät starten
Nehmen Sie eine passende Rute mit Rolle und Schnur sowie nur das Zubehör für eine Methode mit. Welche Rute und welches Zubehör passen, hängt vom See, der erlaubten Methode und davon ab, welchen Fisch Sie fangen möchten. Eine einzelne Kombination lässt sich deshalb nicht pauschal für alle Einsteiger empfehlen.
Für einen einfachen Start gehören meist ein Hakenlöser oder eine Lösezange, ein Kescher und ein Maßband zur Ausrüstung. Nehmen Sie außerdem Ihre Erlaubnisse und Wasser mit. Packen Sie auch etwas zu essen, wettergerechte Kleidung, Sonnenschutz und ein geladenes Telefon ein. Eine Tüte für den eigenen Müll hält den Angelplatz sauber.
Lassen Sie weitere Ruten, große Ködersortimente und Zubehör für Angelmethoden, die Sie nicht nutzen wollen, zu Hause. Wenn Sie nach der Tour wissen, was Ihnen gefehlt hat, können Sie gezielt ergänzen.
Die Angel am See aufbauen
Suchen Sie sich einen erlaubten Platz und legen Sie die nötigen Unterlagen so ab, dass Sie sie bei Bedarf griffbereit haben. Bauen Sie die Rute ohne Zeitdruck auf und kontrollieren Sie Schnur und Haken. Achten Sie vor jedem Wurf darauf, dass sich niemand hinter oder neben Ihnen dort aufhält, wohin Sie die Angel werfen.
Beginnen Sie mit der einen geplanten Methode. Üben Sie zunächst die nötigen Handgriffe und beobachten Sie, wie sich Schnur und Köder verhalten. Wenn der Aufbau länger dauert als gedacht, ist das kein Grund zur Eile. Ein ruhiger Start hilft Ihnen, Gerät und Umgebung besser im Blick zu behalten.
Fische richtig behandeln
Informieren Sie sich vor dem ersten Wurf darüber, wie Sie einen Fisch sicher aus dem Wasser holen und den Haken lösen. Klären Sie auch, welche Mindestgröße ein Fisch haben muss, wann bestimmte Fischarten geschützt sind und ob Sie gefangene Fische behalten dürfen. Diese Vorgaben hängen vom Bundesland und vom jeweiligen Gewässer ab.
Halten Sie Kescher und Hakenlöser bereit, damit Sie beim Fang nicht erst danach suchen müssen. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie mit einem Fisch umgehen, fragen Sie vor der Tour eine sachkundige Person oder die Stelle, die die Erlaubnis ausgibt.