Für kurze Wanderungen brauchen Sie Wasser, Proviant, Wetterschutz und alles, was Sie persönlich benötigen. Wie viel Sie einpacken, hängt davon ab, wie lange Sie unterwegs sind, wie das Wetter wird, wie der Weg verläuft und ob Sie unterwegs Wasser nachfüllen können.
Packen Sie schwere Dinge nah am Rücken. Halten Sie Regenjacke und Erste-Hilfe-Set griffbereit und schützen Sie wichtige Inhalte vor Nässe. So sitzt der Rucksack stabil und bleibt übersichtlich.
Prüfen Sie Tour und Wetter
Schauen Sie vor dem Packen auf die Länge und den Verlauf der Route sowie auf die Wettervorhersage. Für eine kurze Tour auf breitem, ebenem Weg brauchen Sie weniger Ausrüstung als für einen steilen oder abgelegenen Abschnitt. Bei wechselhaftem Wetter gehört eine Regenjacke trotzdem ins Gepäck.
Packen Sie nur ein, was Sie für die konkrete Wanderung brauchen. Für viele kurze Touren gehören Wasser, ein kleiner Snack, Sonnenschutz, das Handy, persönliche Medikamente und ein kleines Erste-Hilfe-Set dazu. Die benötigte Wassermenge richtet sich nach Dauer, Anstrengung und Temperatur. Planen Sie eine sichere Nachfüllmöglichkeit nur dann ein, wenn Sie wissen, dass sie unterwegs verfügbar ist.
Packen Sie Schweres nah an den Rücken
Legen Sie leichte Dinge, die Sie voraussichtlich nicht brauchen, nach unten. Schwerere Gegenstände kommen nah an den Rücken ins Hauptfach. Verteilen Sie das Gewicht möglichst gleichmäßig, damit der Rucksack nicht zu einer Seite zieht.
Eine feste Höhe gibt es nicht: Auf einfachen Wegen darf der Schwerpunkt eher höher sitzen, während eine etwas tiefere Platzierung in steilerem oder unebenem Gelände für mehr Stabilität sorgt. Entscheidend ist, dass der Rucksack beim Gehen nicht wackelt oder Sie nach hinten zieht. Packen Sie außerdem nicht eine Seite durch eine schwere Flasche deutlich voller als die andere.
Der Deutsche Alpenverein nennt höchstens ein Viertel des eigenen Körpergewichts als Faustregel. Das ist eine Orientierung, keine Vorgabe für jede Person und jede kurze Tour. Packen Sie lieber unnötige Extras aus und setzen Sie den Rucksack vor dem Start probeweise auf.
Halten Sie Wichtiges griffbereit
Verstauen Sie Dinge, die Sie während der Wanderung brauchen könnten, oben oder in einem leicht erreichbaren Fach. Dort passen etwa Regenjacke, Snack und Erste-Hilfe-Set hinein. Für Wasser, Sonnencreme, Taschentücher und Karte eignen sich je nach Rucksack Seiten- oder Außentaschen. Achten Sie dabei auf eine ausgewogene Verteilung.
Leichte Ersatzkleidung oder andere selten benötigte Dinge können weiter nach unten. So müssen Sie nicht den ganzen Rucksack ausräumen, wenn es zu regnen beginnt oder Sie eine Pause machen. Befestigen Sie außen nur, was wirklich keinen Platz im Rucksack findet. Lose Gegenstände können hängen bleiben und werden leichter nass.
Schützen Sie den Inhalt vor Regen
Legen Sie empfindliche Kleidung und wichtige Kleinteile in einen Beutel im Rucksack. Eine Regenhülle schützt zusätzlich, wenn Ihr Rucksack eine hat; verstauen Sie sie so, dass Sie bei den ersten Regentropfen schnell herankommen. Die Regenjacke gehört ebenfalls nach oben oder in ein Außenfach.
Verlassen Sie sich bei wichtigen Sachen nicht allein auf die Hülle: Sie schützt den Rucksack von außen, ein Innenbeutel hält zusätzlich Nässe von den Sachen fern. Prüfen Sie vor dem Losgehen, ob alle Öffnungen geschlossen sind und nichts außen baumelt.
Prüfen Sie, ob der Rucksack sitzt
Setzen Sie den fertig gepackten Rucksack auf und gehen Sie ein paar Schritte. Er sollte nah am Rücken sitzen, ohne zu einer Seite zu ziehen. Wenn etwas drückt oder beim Gehen verrutscht, ordnen Sie den Inhalt neu. Prüfen Sie auch, ob Regenjacke, Wasser und Erste Hilfe erreichbar sind, ohne das Hauptfach auszuräumen.