Für den ersten Bergtag sollte die Jacke zu Tour und Wetter passen. Eine leichte Regen- und Windschutzjacke schützt bei wechselhaftem Wetter; Fleece oder eine Isolationsjacke hält bei Kälte und in Pausen warm.
Welche Kombination Sie brauchen, hängt von Höhe, Jahreszeit, Wind, Regen und Anstrengung ab. Prüfen Sie vor der Tour das Bergwetter und probieren Sie die Jacke mit den geplanten Schichten darunter an.
Prüfen Sie das Wetter am Berg
Orientieren Sie sich nicht nur an der Vorhersage für den Talort. Je höher Sie steigen, desto kühler wird es. Bei Wind fühlt es sich noch kälter an. Der Deutsche Alpenverein nennt als grobe Faustregel eine Abkühlung von etwa 0,6 °C pro 100 Höhenmeter. Gelände und Wetterlage beeinflussen die Bedingungen vor Ort. Prüfen Sie deshalb zusätzlich die örtliche Vorhersage.
Schauen Sie vor dem Start in einen aktuellen Bergwetterbericht für die Region Ihrer Tour. Achten Sie auf das Wetter während des ganzen Tages. Eine Jacke, die beim trockenen Aufstieg angenehm ist, reicht bei längerem oder stärkerem Regen möglicherweise nicht aus. Ist Regen angekündigt, gehört eine wasserdichte Regenjacke in den Rucksack.
Wählen Sie die Jacke nach Wetter und Funktion
Eine Regenjacke, auch Hardshell genannt, schützt vor Wind und Regen. Sie eignet sich als äußere Schicht bei wechselhaftem Wetter. Auch eine atmungsaktive Jacke kann sich beim anstrengenden Aufstieg innen feucht anfühlen. Öffnen Sie vorhandene Belüftungsmöglichkeiten oder ziehen Sie eine Wärmeschicht aus, bevor Sie stark schwitzen.
Eine Softshell ist für kühle, windige und eher trockene Bedingungen gedacht. Sie ist oft beweglich und angenehm beim Gehen, schützt je nach Modell aber nur begrenzt vor Regen. Wenn längerer oder stärkerer Niederschlag erwartet wird, verlassen Sie sich nicht allein auf sie.
Fleece- und Isolationsjacken liefern zusätzliche Wärme. Tragen Sie eine solche Schicht bei Kälte oder ziehen Sie sie in Pausen an, wenn Sie sich weniger bewegen. Bei Regen brauchen Sie darüber weiterhin passenden Wetterschutz. Für viele erste Bergtage ist eine leichte Regenjacke im Rucksack zusammen mit einer wärmenden Schicht vielseitiger als eine sehr dicke Jacke, die Sie beim Aufstieg schnell ausziehen müssen.
Prüfen Sie Passform und Bewegungsfreiheit
Probieren Sie die Jacke mit dem Oberteil und der Wärmeschicht an, die Sie auf der Tour voraussichtlich tragen. Schließen Sie den Reißverschluss und bewegen Sie Arme und Oberkörper: Strecken Sie die Arme nach oben und beugen Sie sich vor. Schwingen Sie anschließend die Arme wie beim Gehen. Ärmel und Rücken sollten dabei lang genug bleiben. Die Achseln sollten nicht spannen, und die Jacke sollte nicht stark hochrutschen.
Prüfen Sie auch, ob noch Platz für eine zusätzliche Schicht bleibt, ohne dass die Jacke eng sitzt. Sitzt die Jacke zu eng, können Sie sich schlechter bewegen. Eine sehr weite Jacke kann dagegen beim Gehen stören. Sie sollten sich mit geschlossener Jacke frei bewegen können.
Passen Sie die Schichten unterwegs an
Ihnen wird beim Aufstieg wärmer als in einer Pause. Wenn Sie merken, dass Ihnen zu warm wird, öffnen Sie die Jacke oder legen Sie eine wärmende Schicht ab, bevor Sie stark ins Schwitzen kommen. Ziehen Sie die Schicht bei einer Pause wieder an. So passen Sie Ihre Kleidung an Ihre Bewegung und das Wetter an.
Wenn Regen vorhergesagt ist, nehmen Sie eine wasserdichte Regenjacke mit. Bei trockenem, kühlem und windigem Wetter kann eine Softshell passen. Wenn Kälte oder längere Pausen zu erwarten sind, ergänzen Sie eine warme Schicht.