Sponsored Video: Wie Bitburgers „Fan Force One“ Fußballfans zu Hauptfiguren machte

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Bitburger verband mit der „Fan Force One“ Fußball, Gewinnspiele und Unterhaltung. Aus einem gebrandeten Fanflieger zur Weltmeisterschaft 2014 entwickelte die Brauerei ein Jahr später das Webformat „Fan Force One TV“. Darin spielte Matze Knop den Fußball-Experten Gerhard Ott, kurz G.Ott, der gemeinsam mit seinem Team die Wünsche deutscher Fans aufgreifen sollte.

Das Format war damit mehr als ein klassischer Werbespot. Es kombinierte Comedy, eine fortlaufende Handlung und die Beteiligung von Fans. Ausgewählte Wünsche sollten in späteren Folgen oder Aktionen aufgegriffen und in reale Fußballerlebnisse übersetzt werden. Welche Wünsche tatsächlich erfüllt wurden und wie viele Menschen die Serie erreichte, lässt sich heute nicht vollständig belegen.

Vom Fanflieger zum Webformat

Die Geschichte der „Fan Force One“ begann während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Bitburger und airberlin machten einen Airbus A320 zum Fanflieger. Das Flugzeug trug den Namen und die Gestaltung der Kampagne und war im Streckennetz der Fluggesellschaft unterwegs.

Die Teilnahme an der damaligen Aktion war an Bitburger-Kronkorken gekoppelt. Darauf waren Flaggen von Ländern abgebildet, die an der Weltmeisterschaft teilnahmen. Fans sollten die passenden Motive sammeln und einsenden. Als Hauptgewinn war eine Reise mit dem Fanflieger nach Brasilien vorgesehen.

Zur Zahl der mitgereisten Fans kursieren unterschiedliche Angaben. Je nach Quelle ist von etwa 200 bis rund 280 Personen die Rede. Belastbar lässt sich deshalb vor allem festhalten: Mehrere hundert Bitburger-Fans reisten im Umfeld der Aktion nach Brasilien.

Die Kampagne verband drei Elemente:

  • den Kauf eines Bitburger-Produkts,
  • eine Sammel- und Gewinnspielmechanik,
  • ein konkretes Erlebnis rund um die Fußball-Weltmeisterschaft.

2015 übertrug Bitburger diese Markenwelt ins Internet. Aus dem Fanflieger wurde eine fiktive Zentrale, in der Fußballfans ihre Wünsche einreichen konnten.

„Fan Force One TV“ startete 2015

Die erste Staffel von „Fan Force One TV“ startete am 6. Mai 2015 und sollte bis September ausgestrahlt werden. Im Mittelpunkt stand Matze Knop als Gerhard Ott, dessen Kürzel G.Ott zugleich den Namen der Figur prägte.

G.Ott trat als selbst ernannter Fußball-Allwissender auf. In der Serienhandlung leitete er die „Fan Force One“ und kümmerte sich mit seinem Team um die Anliegen von Fußballfans. Der Humor entstand vor allem aus der überzeichneten Figur, den unterschiedlichen Charakteren und den scheinbar großen Missionen der Zentrale.

Das Grundprinzip war einfach:

  1. Ein Fan äußert einen Fußballwunsch.
  2. Das Team nimmt den Wunsch auf und diskutiert ihn.
  3. G.Ott und seine Mitstreiter entwickeln daraus eine Mission.
  4. Ein ausgewählter Wunsch soll in einer Folge oder Aktion umgesetzt werden.

Damit erhielten die Zuschauer eine aktive Rolle. Sie konsumierten die Geschichte nicht nur, sondern konnten selbst zum Ausgangspunkt einer Episode werden.

Diese Figuren gehörten zur Fan Force One

Gerhard Ott alias Matze Knop stand im Zentrum der Kampagne. Ihm zur Seite standen mehrere bewusst überzeichnete Figuren:

  • Franzi von Weinheim leitete das Projekt.
  • Finn-Ole Applestrom übernahm als Computerexperte die technischen Aufgaben.
  • Jupp Kaminski arbeitete als Hausmeister.
  • Frauke und Rabea bildeten das PR-Team.
  • Rick Wagner trat als Chefdramaturg auf.
  • Guido Maria Ballatelli übernahm die Rolle des Fashion-Designers.
  • Iron Mike brachte als ehemaliger Fußballstar sein vermeintliches Fachwissen ein.
  • Praktikant Mike war eine weitere Figur von Matze Knop.

Die Rollen gaben der Webserie eine eigene Welt. Jede Figur stand für einen bestimmten Bereich der Zentrale, von Technik und Öffentlichkeitsarbeit bis zu Dramaturgie und Fußballwissen. Dadurch konnte Bitburger die einzelnen Folgen mit wiederkehrenden Charakteren verbinden.

Fans konnten ihre Wünsche einreichen

Die „Fan Force One“ sollte ihre Geschichten nicht ausschließlich aus einem Drehbuch entwickeln. Über soziale Netzwerke konnten sich Fans an einzelne Teammitglieder wenden und ihre Wünsche schildern. In den Episoden entstanden daraus Gespräche, Fachsimpeleien und humorvolle Situationen.

Die Anliegen reichten von Karten für Bundesligaspiele bis zu großen Fußballreisen. Auch ein Treffen mit einem bekannten Fußballspieler gehörte zu den Wünschen, die das Format aufgriff. Die Figuren behandelten die Anliegen trotz der Comedy-Inszenierung als ernsthafte Aufgaben.

Wichtig ist die genaue Einordnung: Die Kampagne versprach eine Auswahl und Bearbeitung von Fanwünschen. Daraus folgt nicht, dass jeder eingereichte Wunsch erfüllt wurde. Ebenso fehlen belastbare öffentliche Angaben zur Zahl der Einsendungen, zu den veröffentlichten Folgen und zu den Videoaufrufen.

Gewinnspiele ergänzten die Webserie

Die Webserie stand in einer größeren Fußballkampagne. Bitburger verband die Fan Force One mit Gewinnspielen, Reisen und Fanartikeln. In der Kommunikation zur Europameisterschaft 2016 wurden beispielsweise Reisen in ein „Fan Force One Camp“ in Frankreich angekündigt. Genannt wurden 70 Reisen für jeweils zwei Personen. Zusätzlich waren unter anderem Erlebnisreisen, Grills, Fässer, Gläser und Gutscheine vorgesehen.

Auch während der EM-Qualifikation 2015 griff Bitburger das Konzept auf. Eine Aktion war mit einer Reise nach Irland verbunden. Außerdem wurden 10.000 DFB-Heimtrikots und weitere Fanpreise beworben.

Die Teilnahmebedingungen unterschieden sich je nach Aktion. Im Handel spielten Aktionskronkorken, Gewinncodes oder der Kauf bestimmter Gebinde eine Rolle. In der Gastronomie konnten Gäste teilweise Kassenbons hochladen. Diese Aktionen gehören zur erweiterten Fan-Force-One-Kommunikation, sind aber nicht automatisch Bestandteil einer bestimmten Folge von „Fan Force One TV“.

Warum die Idee als Markenformat funktionierte

Bitburger stellte sich in der Kampagne als Ermöglicher besonderer Fanmomente dar. Die Marke rückte dadurch über die eigentliche Produktwerbung hinaus. Der Fanwunsch lieferte den Anlass, G.Ott übernahm die Mission und die „Fan Force One“ bot den erzählerischen Rahmen.

Das Konzept hatte mehrere Vorteile:

Ein wiedererkennbares Motiv

Der Name „Fan Force One“ verband Flugzeug, Fußball und Marke. Der Fanflieger lieferte ein starkes Bild, das sich später auf die Webserie und weitere Aktionen übertragen ließ.

Eine fortsetzbare Handlung

Die Zentrale und ihre Figuren ermöglichten neue Episoden, ohne das Grundprinzip zu verändern. Jeder Fanwunsch konnte eine neue Geschichte eröffnen.

Die Verbindung von online und offline

Die Kampagne nutzte Social-Media-Kontakt und Webvideos ebenso wie Gewinnspiele, Fanreisen und Aktionen im Handel. Fans konnten zuschauen, teilnehmen oder einen eigenen Wunsch einreichen.

Ein passender Hauptdarsteller

Matze Knop war durch seine Fußballparodien für die Rolle des überheblichen, aber unterhaltsamen Experten geeignet. Seine Figur verlieh dem Format einen klaren komödiantischen Schwerpunkt.

Was sich über den Erfolg nicht sagen lässt

Für „Fan Force One TV“ sind keine verlässlichen öffentlichen Kennzahlen zu Reichweite, Aufrufen oder Engagement dokumentiert. Auch die Zahl der eingereichten Wünsche und der tatsächlich umgesetzten Fälle ist nicht vollständig belegt.

Deshalb lassen sich Aussagen über einen viralen Erfolg oder eine bestimmte Zuschauerzahl nicht seriös treffen. Messwerte aus späteren Bitburger-Kampagnen dürfen ebenfalls nicht rückwirkend der Webserie zugerechnet werden.

Das gilt besonders für die Fußballkommunikation zur Europameisterschaft 2024. Bitburger berichtete damals von zehn Millionen Gewinnen, darunter mehr als 2.500 Tickets und 50-mal zwei Tickets für das Finale in Berlin. Eine begleitende Radiokampagne erreichte laut einer Wirkungsauswertung deutliche Steigerungen bei Werbeerinnerung und Markenbild. Diese Zahlen beschreiben die Kampagne von 2024, nicht „Fan Force One TV“ aus dem Jahr 2015.

Die spätere Fußballkommunikation von Bitburger

Bitburger blieb auch nach der ursprünglichen Fan-Force-One-Kampagne im Fußball aktiv. Zur Weltmeisterschaft 2026 kündigte das Unternehmen eine neue Fußballoffensive an. Vorgesehen waren eine Kronkorkenaktion vom 3. März bis zum 15. Juni 2026, limitierte Dosen, digitale Gewinne und eine Kommunikation über mehrere Kanäle.

Diese Maßnahmen knüpfen an bekannte Elemente wie Sammeln, Gewinnen und Fußballerlebnisse an. Eine direkte Fortsetzung der Webserie „Fan Force One TV“ ist daraus jedoch nicht abzuleiten. Die Kampagnen sollten deshalb zeitlich und inhaltlich getrennt betrachtet werden:

Zeitraum Schwerpunkt
2014 Gebrandeter airberlin-Fanflieger und Reise zur Weltmeisterschaft in Brasilien
2015 Webformat „Fan Force One TV“ mit Matze Knop als Gerhard Ott
2015 Weitere Fanaktionen zur EM-Qualifikation, unter anderem mit Reise- und Trikotgewinnen
2016 Fan-Force-One-Camp in Frankreich und zusätzliche Erlebnispreise
2024 Neue EM-Kampagnen mit Gewinnspielen und Radiowerbung
2026 Angekündigte Fußballoffensive zur Weltmeisterschaft in Nordamerika

Was Fans bei ähnlichen Aktionen beachten sollten

Wer an einer aktuellen Markenaktion teilnehmen möchte, sollte die Teilnahmebedingungen direkt auf der jeweiligen Aktionsseite prüfen. Besonders wichtig sind:

  • der genaue Teilnahmezeitraum,
  • das erforderliche Produkt oder der Kaufnachweis,
  • Mindestalter und Wohnsitz,
  • die zulässige Form des Nachweises,
  • der Einsendeschluss,
  • die Art der Gewinnbenachrichtigung.

Frühere Aktionen rund um „Fan Force One“ hatten jeweils eigene Fristen und Bedingungen. Ein alter Kassenbon, Kronkorken oder Gewinncode berechtigt deshalb nicht automatisch zur Teilnahme an einer späteren Kampagne.

Fazit

Die Bitburger „Fan Force One“ entwickelte sich von einer Promotion mit gebrandetem Fanflieger zu einer erzählerischen Fußballplattform. „Fan Force One TV“ setzte 2015 auf Matze Knop als Gerhard Ott, wiederkehrende Figuren und Fanwünsche als Ausgangspunkt für Comedy und Aktionen.

Die Stärke des Formats lag in der Verbindung von Markenwelt und Beteiligung: Fans sollten ihre Anliegen einreichen, während die fiktive Zentrale daraus Missionen entwickelte. Gewinnspiele, Reisen und Fanartikel erweiterten das Konzept über die Videos hinaus.

Als historisches Beispiel zeigt die Kampagne, wie eine Marke aus einer Verkaufsförderung eine wiedererkennbare Geschichte mit eigenen Figuren und Schauplätzen machen kann. Eine vollständige Erfolgsbilanz lässt sich wegen fehlender Reichweiten- und Umsetzungsdaten nicht erstellen. Belegt ist jedoch der Versuch, Fußballfans vom Publikum zu Beteiligten einer Markenserie zu machen.

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