Welche Schuhe, Kleidung und Ausrüstung Sie brauchen, hängt von Strecke, Gelände, Wetter und Übernachtung ab. Prüfen Sie kurz vor dem Start die Wettervorhersage und planen Sie Kleidung in mehreren Lagen ein. So können Sie unterwegs auf Regen, Wind und kühle Pausen reagieren.
Wählen Sie eine Strecke, die zu Ihrer Kondition und der Gruppe passt. Planen Sie Pausen ein und überlegen Sie, wo Sie abkürzen oder umkehren können. Übernachten Sie unterwegs, prüfen Sie, ob die Unterkunft geöffnet ist, was sie bereitstellt und ob Sie reservieren müssen.
Route und Wetter abstimmen
Prüfen Sie die Wettervorhersage kurz vor der Abfahrt und beachten Sie amtliche Warnungen. In den Bergen hilft ein Bergwetterbericht, weil Wind und Temperatur je nach Höhenlage anders ausfallen. Beobachten Sie unterwegs das Wetter. Wenn es schlechter wird, passen Sie die Route an.
Bei angekündigtem Gewitter oder starkem Regen wählen Sie eine kürzere, weniger ausgesetzte Strecke oder verschieben die Tour. Nasse Wege werden rutschig, und Wind zusammen mit feuchter Kleidung kühlt den Körper aus. Eine Ausweichroute hilft auch, wenn Sie langsamer unterwegs sind als geplant. Lassen Sie genug Zeit, um vor Einbruch der Dunkelheit zurückzukehren.
Kleidung in Lagen wählen
Tragen Sie mehrere dünne Kleidungsschichten, die Sie je nach Anstrengung und Wetter aus- oder anziehen können. Die erste Lage ist ein bequemes Oberteil, das schnell trocknet. Darüber kommt eine wärmende Schicht, zum Beispiel ein Fleece, und außen eine Jacke gegen Wind und Regen. Ziehen Sie die wärmende Schicht aus, bevor Sie stark schwitzen. In einer Pause ziehen Sie sie wieder an, bevor Ihnen kalt wird.
Packen Sie trockene Wechselwäsche und schützen Sie sie im Rucksack vor Nässe, etwa in einem wasserdichten Beutel. Je nach Vorhersage und Höhenlage gehören auch Mütze oder Handschuhe dazu. Ein Regenschirm kann auf passenden Wegen angenehm sein, ersetzt aber keine wetterfeste Jacke: Bei Wind oder in unwegsamem Gelände ist er unpraktisch.
Wanderschuhe und Pausen
Wählen Sie Schuhe nach dem Untergrund. Für ebene Wanderwege oder Forststraßen reichen bequeme Schuhe mit geländetauglicher Sohle. Auf unebenen, steilen oder rutschigen Wegen brauchen Sie mehr Halt und ein griffiges Profil. Tragen Sie Schuhe, die bereits gut passen und nicht drücken. Passende Socken und ein kleines Blasenpflaster helfen, wenn die Füße unterwegs Probleme machen.
Planen Sie Pausen an geschützten Stellen ein und halten Sie eine warme Lage griffbereit. Essen Sie regelmäßig kleine Portionen und nehmen Sie genug zu trinken für Strecke, Wetter und persönliche Bedürfnisse mit. Wie viel Sie trinken müssen, hängt von der Wärme, der Tourdauer und der Anstrengung ab.
Den Rucksack sinnvoll packen
Für eine Tagestour reicht meist ein Rucksack mit bis zu etwa 30 Litern. Packen Sie schwere Gegenstände nah an den Rücken. Verstauen Sie Regenjacke, Essen und Wasser so, dass Sie sie schnell erreichen. Eine kurze Packliste für den Tag umfasst:
- Wasser und Proviant
- Regen- und Sonnenschutz
- Handy und persönliche Medikamente
- kleines Erste-Hilfe-Set
- trockene Wechselwäsche
Ergänzen Sie die Liste nach Wetter und Strecke. Für eine Übernachtung brauchen Sie nur zusätzliche Dinge, die Ihre Unterkunft nicht bereitstellt. Auf einer Hütte können das ein Hüttenschlafsack, bequeme Kleidung für den Abend und kleines Waschzeug sein. Fragen Sie vorab nach Ausstattung und Öffnungszeiten. Packen Sie nur ein, was Sie tatsächlich brauchen, denn unnötiges Gewicht macht die Wanderung anstrengender.