Die erste kleine Tour planen: So reicht die Vorbereitung

Für die erste kleine Wandertour müssen Sie weder jedes Detail planen noch Spezialausrüstung kaufen. Prüfen Sie, ob Strecke und Steigungen zu Ihrer Kondition passen, Sie sich orientieren können, Wetter und Tageslicht stimmen und Sie alles Nötige dabeihaben.

Der Deutsche Wanderverband empfiehlt Einsteigern kurze Strecken mit leichten Steigungen. 5 bis 10 Kilometer sind ein Richtwert, keine Pflicht und keine Garantie, dass jede Strecke für Sie passt.

Wählen Sie eine passende Runde

Achten Sie neben der Länge auch auf Steigungen und darauf, ob der Weg gut ausgebaut oder uneben ist. Eine kurze Strecke mit steilen Anstiegen oder schmalen, unebenen Wegen kann anstrengender sein als eine längere Runde auf gut ausgebauten Wegen. Wählen Sie für den Anfang eine gut ausgeschilderte Strecke mit einem klaren Startpunkt.

Überlegen Sie, ob Sie die Runde auch an einem normalen Tag schaffen, wenn Sie sich nicht besonders fit fühlen. Wenn Sie unsicher sind, nehmen Sie die kürzere Variante. Sie können später längere oder anspruchsvollere Touren ausprobieren.

Planen Sie Gehzeit und Pausen

Die angegebenen Gehzeiten sind nur grobe Richtwerte. Der Deutsche Wanderverband nennt für ebene Wege durchschnittlich etwa vier Kilometer pro Stunde. Ihr eigenes Tempo, Steigungen und Pausen verändern die tatsächliche Dauer. Planen Sie deshalb genug Zeit ein, damit Sie nicht gehetzt zurückkommen.

Prüfen Sie, wann es dunkel wird, und starten Sie mit genügend Zeit für Rückweg und Pausen. Für eine kleine Runde genügt eine grobe Zeitplanung; auf einem einfachen Weg müssen Sie die Höhenmeter nicht genau berechnen.

Prüfen Sie Weg und Wetter

Sehen Sie vor dem Start nach, wo die Wanderung beginnt und wie der Weg verläuft. Bei einer gut markierten Runde reicht es für den Anfang, wenn Sie die Wegzeichen kennen und den Verlauf auf einer Karte oder einer gespeicherten Route nachsehen können. Verlassen Sie sich bei anspruchsvolleren Strecken nicht ausschließlich auf digitale Angaben: Beschreibungen können veraltet sein.

Prüfen Sie außerdem die Wettervorhersage. Ändern Sie bei Gewitter oder starkem Wind die Route oder verschieben Sie die Tour. Das gilt auch bei dichtem Nebel und Hitze. Wählen Sie eine kürzere Runde oder kehren Sie früher um.

Packen Sie das Nötige ein

Für eine kurze Wanderung brauchen Sie keine umfangreiche Ausrüstung. Nehmen Sie etwas zu trinken und einen kleinen Snack mit, auch wenn Sie unterwegs einkehren möchten. Der Deutsche Wanderverband nennt 1,5 Liter Flüssigkeit als Orientierung. Wie viel für Ihre Tour passt, richtet sich nach der Dauer; Wetter und Strecke spielen ebenfalls eine Rolle.

Tragen Sie Schuhe, die zur Wegbeschaffenheit passen und in denen Sie bequem gehen können. Wählen Sie Kleidung nach Wetter und Jahreszeit. Ein geladenes Mobiltelefon und ein kleines Erste-Hilfe-Set gehören ebenfalls ins Gepäck. Für eine ebene Runde auf breiten Wegen müssen Sie keine Ausrüstung wie für eine Bergtour einpacken.

Prüfen Sie Ihren Plan vor dem Start

Vor dem Aufbruch reichen ein paar klare Fragen:

  • Passt die Strecke zu meiner Erfahrung und meiner heutigen Verfassung?
  • Weiß ich, wo ich starte und wie ich den Weg wiederfinde?
  • Passen das Wetter und die Zeit, die bis zum Einbruch der Dunkelheit bleibt?
  • Habe ich passende Schuhe, etwas zu trinken und einen Snack dabei?
  • Kann ich die Runde verkürzen oder umkehren, falls ich müde werde?

Wenn Sie eine Frage mit Nein beantworten, passen Sie den Plan an. Eine andere Strecke ist ein guter Grund, die Tour zu verschieben. Das gilt ebenso, wenn Sie später starten oder das Tageslicht nicht reicht. Auf anspruchsvollen Bergwegen müssen Sie Gelände und Wetter genauer prüfen und überlegen, ob Ihre Fähigkeiten dafür reichen. Für eine kurze Wanderung auf einfachen Wegen reicht eine einfachere Planung.