Für den ersten Angelausflug brauchen Sie keine Ausrüstung für jede Fischart. Welche Grundausstattung passt, hängt von Angelmethode und Gewässer ab: Beim Posenangeln mit Naturködern brauchen Sie anderes Zubehör als beim Spinnfischen. Legen Sie deshalb zuerst fest, wie und wo Sie angeln möchten.
Wählen Sie zuerst eine Angelart
Für den Einstieg eignet sich das Posenangeln auf Friedfische: Eine Pose zeigt an der Wasseroberfläche, wenn ein Fisch am Köder zupft. Als Köder eignen sich zum Beispiel Maden, Mais oder Würmer. Für diese Methode brauchen Sie nur wenige passende Montagen. Eine Montage ist die Kombination aus Schnur, Pose, Gewichten und Haken.
Die Rute muss zur Angelart und zum Gewässer passen. Für eine einfache Allround-Ausrüstung mit Pose empfiehlt ein Verein beispielsweise eine Rute von etwa 2,70 bis 3,00 Metern und eine monofile Schnur mit 0,20 bis 0,25 Millimetern Durchmesser. Monofile Schnur besteht aus einem einzelnen Kunststofffaden und dehnt sich beim Zug. Diese Maße sind ein Beispiel für die Empfehlung eines Vereins; andere Vereine nennen abweichende Rutenlängen und Wurfgewichte, daher gilt die Empfehlung nicht allgemein.
Fragen Sie am besten einen örtlichen Angelverein oder einen Fachhändler, welche Rute, Rolle und Schnur zu Ihrer geplanten Methode passen. Wenn Sie eine Rute als Set kaufen, prüfen Sie, ob Rolle und Schnur enthalten sind und ob das Wurfgewicht zur Montage passt. Das Wurfgewicht gibt an, für welches Gesamtgewicht aus Pose, Gewichten und Köder die Rute ausgelegt ist.
Diese Angelausrüstung reicht zum Start
Für den ersten Angelausflug mit Pose brauchen Sie nur:
- eine passende Rute mit Rolle und Schnur
- einige Posen, Bleigewichte, Wirbel und gebundene Haken
- eine kleine Auswahl passender Köder, zum Beispiel Mais oder Würmer
- einen Kescher, einen Hakenlöser oder eine geeignete Zange sowie ein Maßband
Bei Friedfischen, also Fischarten, die keine anderen Fische jagen, nennen Vereinslisten beispielsweise Hakengrößen von 10 bis 14. Welche Größe passt, hängt jedoch von Köder, Fischart und Gewässer ab. Lassen Sie sich die Auswahl für Ihre Angelmethode erklären, statt vorsorglich viele Größen zu kaufen. Ein kleines Sortiment an gebundenen Haken spart am Anfang außerdem das Binden eigener Vorfächer.
Der Kescher hilft, einen gehakten Fisch aus dem Wasser zu heben. Mit Hakenlöser oder Zange entfernen Sie den Haken; ein Maßband brauchen Sie, um die Fischlänge zu prüfen. Die örtlichen Regeln legen fest, was Sie mit einem gefangenen Fisch tun dürfen und welche Geräte Sie dafür brauchen. Prüfen Sie diese vor dem Ausflug.
Prüfen Sie Regeln und Erlaubnis
Klären Sie vor dem Kauf und vor dem Angeln, welche Dokumente und Regeln im jeweiligen Bundesland und an Ihrem Gewässer gelten. In Berlin benötigen Angler beispielsweise einen gültigen Fischereischein und eine Angelkarte für das Gewässer, auf der auch die dort geltenden Bedingungen stehen; diese Berliner Anforderungen lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Regionen übertragen.
Erkundigen Sie sich auch, welche Angelmethoden und Köder erlaubt sind und welche Vorgaben für Mindestmaße oder Schonzeiten gelten. Solche Regeln beeinflussen, welches Zubehör Sie tatsächlich brauchen. Eine kurze Nachfrage beim Gewässerbetreiber oder Angelverein kann einen Fehlkauf verhindern.
Was später dazukommen kann
Ein Angelstuhl und eine Rutenablage machen den Ausflug bequemer. Auch ein großer Gerätekoffer und zusätzliche Ruten erhöhen den Komfort. Für Einsteiger gehören diese Dinge zur optionalen Ausrüstung. Auch ein umfangreiches Sortiment an Kunstködern lohnt sich erst, wenn Sie sich für eine passende Angelart entschieden haben. Kaufen Sie Spezialzubehör dann, wenn Sie wissen, wofür Sie es einsetzen.
Wählen Sie die übrige Ausrüstung danach aus, wie lange Sie angeln und welches Wetter erwartet wird. Regenkleidung oder Gummistiefel helfen bei nassem Wetter; eine Stirnlampe brauchen Sie vor allem bei Dunkelheit. Sie müssen diese Dinge nicht vorsorglich alle anschaffen.
Leihen Sie sich nach Möglichkeit Ausrüstung oder kaufen Sie gebrauchtes Gerät. Angelvereine empfehlen beides für den Einstieg. So finden Sie heraus, welche Angelart Ihnen liegt, bevor Sie Geld für weiteres Zubehör ausgeben.