Für den ersten Angelausflug reicht eine kleine Grundausstattung. Dazu gehören eine Angelrute mit passender Rolle und Schnur sowie eine Montage für eine Angelart. Eine Montage besteht aus Schnur, Haken und weiteren Teilen. Zubehör brauchen Sie zum Landen und Abhaken des Fisches. Welche Ausrüstung passt, hängt von den Fischarten ab, die Sie fangen möchten, und vom Gewässer.
Wählen Sie zuerst eine Angelart. Beim Posenangeln zeigt eine schwimmende Pose Bisse an; beim Spinnfischen führen Sie einen Kunstköder durchs Wasser. Wer Zubehör für beide und weitere Angelarten kaufen will, hat schnell Teile dabei, die am Gewässer ungenutzt bleiben.
Wählen Sie eine Angelart
Posenangeln eignet sich zum Beispiel, wenn Sie mit Naturködern wie Made, Wurm oder Mais auf Friedfische angeln möchten. Die Pose hält den Köder in einer bestimmten Tiefe und zeigt an, wenn ein Fisch daran zieht. Zur Montage gehören außerdem ein Haken, ein Vorfach und kleine Gewichte, die die Pose ausbalancieren.
Beim Spinnfischen werfen Sie Kunstköder aus und holen sie wieder ein. Gummifische, Spinner und Wobbler sind Beispiele für solche Köder. Rute, Rolle und Schnur müssen zu den Ködern und den Fischen passen, die Sie erwarten. Ein für diese Methode zusammengestelltes Set ist nicht automatisch für eine Posenmontage geeignet.
Grundangeln und Stippangeln brauchen jeweils andere Montagen oder Ausrüstung. Für den Einstieg genügt es, eine Methode auszuwählen und die Teile dafür zusammenzustellen. Fragen Sie bei Unsicherheit einen örtlichen Angelverein oder ein Fachgeschäft nach den Bedingungen am Gewässer, an dem Sie angeln möchten.
Rute, Rolle und Schnur abstimmen
Rute, Rolle und Schnur bilden die Grundlage. Die Rute muss zur Angelart passen und die Köder oder Montagen tragen, die Sie verwenden möchten. Die Rolle sollte zur Rute passen und eine Bremse haben, mit der Sie einstellen, wie leicht Schnur bei Zug von der Rolle läuft. Eine Stationärrolle ist eine verbreitete Wahl für Einsteiger. Zum Auswerfen öffnen Sie den Bügel, der die Schnur an der Rolle hält.
Bei Rute und Rolle zählen Länge, Wurfgewicht und Rollengröße; auch der Schnurdurchmesser muss passen. Eine Kombination, die für alle Anfänger und Gewässer passt, gibt es nicht. Empfehlungen unterscheiden sich je nach Angelart und Zielfisch. Auch die Nutzergruppe spielt eine Rolle. Lassen Sie Rute, Rolle und Schnur am besten gemeinsam auswählen. Nennen Sie dabei das Gewässer und die Angelart. Sagen Sie auch, welche Köder Sie verwenden möchten.
Monofile Schnur, eine einzelne Schnur aus Kunststoff, wird häufig für den Einstieg empfohlen. Sie dehnt sich unter Belastung. Das ist eine praktische Eigenschaft, aber keine zwingende Wahl für jede Methode. Entscheiden Sie zusammen mit der Rute und Rolle, welche Schnur für Ihren geplanten Einsatz passt.
Montage für die Angelart auswählen
Für eine einfache Posenmontage gehören eine passende Pose und kleine Gewichte dazu; außerdem brauchen Sie Haken und ein Vorfach. Das Vorfach ist das kurze Schnurstück, an dem der Haken sitzt. Ein Wirbel verbindet Schnurteile und hilft, sie gegeneinander drehbar zu halten. Stopper können die Position der Pose auf der Schnur begrenzen. Vorgebundene Haken ersparen Ihnen zunächst das Binden eines Hakens an die Schnur.
Kaufen Sie Haken und Gewichte passend zu Zielfisch und Montage. Eine große Auswahl verschiedener Größen ist für den Anfang nicht nötig. Eine kleine Box hält die Kleinteile zusammen und verhindert, dass Haken lose in Tasche oder Rucksack liegen.
Beim Spinnfischen fällt die Posenmontage weg. Stattdessen wählen Sie Kunstköder und ein Vorfach, das zur Angelart und zum Zielfisch passt. Lassen Sie sich vor dem Kauf genau diese Zusammenstellung empfehlen, statt Zubehör für mehrere Angelarten mitzunehmen.
Köder passend auswählen
Für Friedfische kommen als Naturköder beispielsweise Würmer, Maden und Mais infrage. Beim Spinnfischen gehören kleine Gummifische, Spinner oder Wobbler zu den möglichen Kunstködern. Beginnen Sie mit wenigen Ködern, die zur gewählten Methode und zum Gewässer passen.
Die Beispiele sind keine allgemeingültige Einkaufsliste. Welche Köder sinnvoll sind, richtet sich nach dem Zielfisch und den örtlichen Regeln. Klären Sie vor dem Angeln, ob es am Gewässer Vorgaben zu Ködern oder Angelmethoden gibt.
Fisch landen und abhaken
Ein Kescher hilft dabei, einen Fisch aus dem Wasser zu heben. Mit einem Hakenlöser oder einer Hakenlösezange können Sie den Haken entfernen; ein Maßband dient zum Messen. Diese Dinge sind für den Umgang mit einem gefangenen Fisch nützlicher als umfangreiches Zubehör, das nur bei bestimmten Methoden oder längeren Ausflügen gebraucht wird.
Ein Stuhl, eine Waage, eine Stirnlampe oder ein Rutenständer können später praktisch sein, sind aber keine zwingende Grundausstattung. Ergänzen Sie solche Teile erst, wenn Ihre Angelart oder die Dauer Ihrer Ausflüge sie tatsächlich erfordert.
Wenn Sie einen Fisch töten oder schlachten, müssen Sie die geltenden Tierschutzvorschriften beachten. Fische müssen grundsätzlich unmittelbar vor dem Schlachten oder Töten betäubt werden. Ein Wirbeltier darf außerdem nur töten, wer die dafür nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat. Fischbetäuber und Messer sind daher keine bloßen Zubehörteile: Verwenden Sie sie nur, wenn Sie den tierschutzgerechten Umgang gelernt haben.
Erlaubnis vor dem Ausflug prüfen
Die nötige Ausrüstung berechtigt Sie noch nicht zum Angeln. Welche Voraussetzungen gelten, hängt vom Bundesland und vom Gewässer ab. Prüfen Sie vor dem Ausflug bei der zuständigen Stelle oder beim Gewässerbetreiber, ob Sie einen Fischereischein und eine Erlaubnis für das konkrete Gewässer benötigen. In Bayern ist grundsätzlich ein gültiger Fischereischein erforderlich; für das Angeln an einem Gewässer brauchen Sie dort in der Regel zusätzlich einen Erlaubnisschein. Diese Regel lässt sich nicht pauschal auf alle Bundesländer übertragen.
Für den ersten Einkauf reicht eine kurze, auf Ihre Angelart abgestimmte Auswahl: Rute, passende Rolle und Schnur, die benötigte Montage samt Köder sowie Kescher, Hakenlöser und Maßband. Prüfen Sie die Erlaubnis vor dem Ausflug. Weiteres Zubehör ergänzen Sie erst, wenn sich am Wasser zeigt, dass Sie es brauchen.