Wandern für Einsteiger im Frankenwald und Thüringer Wald

Für die erste Wanderung im Frankenwald oder Thüringer Wald eignet sich eine kurze, markierte Rundtour, die zum Ausgangspunkt zurückführt. Achten Sie auch auf Höhenmeter und Untergrund: Steile oder schmale Pfade machen selbst kurze Strecken anstrengend.

Beide Regionen bieten Touren für Einsteiger. Mit passenden Schuhen, Wetterschutz und einer Karte oder gespeicherten Offline-Karte sind Sie gut vorbereitet.

Leichte Touren im Frankenwald und Thüringer Wald

Im Frankenwald finden Sie passende Vorschläge unter den FrankenwaldSteigla. Die Tourensuche des Naturparks zeigt Streckenlänge, Gehzeit, Höhenmeter und Schwierigkeit an. Der Ebersbacher Weg ist beispielsweise 7,7 Kilometer lang, hat 167 Höhenmeter und ist mit rund zwei Stunden und 25 Minuten als leicht eingestuft. Er führt durch ein Bachtal. Der Wetzsteinmacher-Weg ist kürzer: Er ist 5,4 Kilometer lang und die Gehzeit beträgt etwa eine Stunde und 55 Minuten. Auch dieser Weg gilt als leicht und hat 223 Höhenmeter.

Im Thüringer Wald bieten die Naturpark-Wege weitere Möglichkeiten neben dem Rennsteig. Eine leichte Rundtour ist der Naturpark-Weg bei Paulinzella: Er ist 8,4 Kilometer lang, hat 141 Höhenmeter und dauert ungefähr zweieinhalb Stunden. Wer kürzer unterwegs sein möchte, findet bei Friedrichshöhe einen Bergwiesen- und Moorlehrpfad mit 2,1 Kilometern und 26 Höhenmetern. Ein Teil des Weges ist unbefestigt.

Die Einstufungen helfen bei der Auswahl, sind aber keine einheitliche Skala für beide Regionen. Vergleichen Sie deshalb auch die Höhenmeter und lesen Sie die Wegbeschreibung. So ist der 6,9 Kilometer lange Domberg-Weg bei Suhl als mittelschwer beschrieben und führt teilweise über schmale, steile Pfade.

Unterwegs die Orientierung behalten

Starten Sie an einem gut beschriebenen Ausgangspunkt und merken Sie sich die Markierung, der Sie folgen. Im Thüringer Wald beginnen Naturpark-Wege an ausgewiesenen Naturpark-Toren. Viele sind mit einer Arnika markiert. Im Frankenwald helfen die Tourenbeschreibungen und Markierungen der jeweiligen Route bei der Orientierung.

Laden Sie die Wegbeschreibung oder eine Karte vor dem Start auf Ihr Handy, damit Sie auch ohne Netz darauf zugreifen können. Nehmen Sie möglichst zusätzlich eine Wanderkarte mit und verlassen Sie sich nicht allein auf den Handyakku. Prüfen Sie vor der Anfahrt die aktuelle Tourenseite auf Sperrungen oder Änderungen. Planen Sie außerdem genug Zeit für Pausen ein und kehren Sie um, wenn Sie den Weg nicht mehr sicher erkennen.

Was in den Rucksack gehört

Für eine kurze Wanderung brauchen Sie keine teure Spezialausrüstung. Achten Sie zuerst auf Schuhe, die gut sitzen und bereits eingelaufen sind. Für leichtes Gelände reichen häufig halbhohe Trekking- oder Wanderschuhe. Bei längeren Touren und auf unwegsamen Wegen brauchen Sie Schuhe, die Ihren Fuß besser stützen.

Packen Sie die Kleidung passend zum Wetter ein. Eine Regenjacke schützt auch dann, wenn der Tag trocken beginnt. In einen kleinen, bequem sitzenden Rucksack gehören außerdem:

  • ausreichend zu trinken und etwas zu essen
  • Sonnenschutz und ein kleines Erste-Hilfe-Set
  • Handy, Karte oder gespeicherte Offline-Karte
  • persönliche Medikamente, falls Sie darauf angewiesen sind

Wanderstöcke sind für kurze, leichte Touren keine Pflicht. Bei steilen Abstiegen können sie jedoch entlasten. Ob Sie sie mitnehmen, hängt daher vor allem von der Route und Ihrem sicheren Tritt ab.